"Natur und deutsche Geschichte | Glaube – Biologie – Macht"
Deutsches Historisches Museum, Berlin
Laufzeit: 14.11.2025 – 18.10.2026
Gestaltung: Marie-Luise Uhle (Lead), Johannes Karger, Gregor Müller-Übach
Kuratorin: Julia Voss | Projektleitung: Dorlis Blume
Fotos: Sandra Kühnapfel
Die Gestaltung stand im Zeichen nachhaltiger Ausstellungsgestaltung und -produktion. Das 3-Meter Raster aus "Was ist Aufklärung?" wurde wieder aufgegriffen, um eingelagerte Ausstellungselemente wiederzuverwenden. So entstand ein hexagonales Raumkonzept, dass variabel verschiedene bauliche Elemente als Schenkel integrieren konnte.
Inhaltlich lehnt sich das Raumkonzept stark an das Thema der Ausstellung an. So wurde die Wabenform gewählt, weil sie natürlich vorkommt in Blasen-Formationen, Kristallstrukturen und Bienenwaben. Jedoch ist die Wabenform auch eine menschliche Zuweisung, ein Ordnungssystem für die Natur – etwa in der Darstellung molekularer Strukturen.
Wiederverwendung
Neben der Wiederverwendung von Vitrinenelementen, Sideboards und Holzwerkstoffen für die Stellwände gibt es auch besondere Stellen, an denen man den nachhaltigen Anspruch erkennen kann. Hier wurden spezifische Elemente alter Ausstellungen umgewandelt.
Hervorzuheben ist der Rundtisch aus "Wolf Biermann". Dieser wurde von einer Audiostation zu einem abstrakten Vulkan, der eine atmosphörische Inszenierung historischer Medaillen ermöglicht. Der Vulkanausbruch des Tambora 1815 sorgte in Zentraleuropa zunächst für eine Missernte, danach für einen Erntesegen.
Fotos: Johannes Karger
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10829, Berlin
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