Muse|um|bauen
Lehrforschungsprojekt mit Kooperation, TU Berlin
Wintersemester 2023/24

Natural Building Lab
Prof. Eike Roswag-Klinge | Selina Schlez, Matthew Crabbe
mit: Ruth Mönkemöller, Theo Tachker, Tillmann Tschiesche, Hendrik Koch

Im Rahmen des Lehrforschungsprojekts „Muse|um|bauen“ untersuchten wir, wie historische Museumsbauten ihren Ressourcenverbrauch reduzieren können, ohne konservatorische Anforderungen und kuratorische Freiheit aufzugeben. Anhand des Martin-Gropius-Baus und des Pei-Baus analysierten wir Architektur, Gebäudetechnik und Ausstellungsbetrieb und entwickelten räumliche, betriebliche und organisatorische Strategien für ein Low-Tech-Museum.

Meine Schwerpunkte lagen auf der Verbindung zur organisatorischen Ebene des Museumssektors und der Erarbeitung erläuternder Texte, Diagramme und architektonischer Darstellungen. 

Nachhaltigkeit ist keine isolierte technische Aufgabe

Die Transformation eines Museums betrifft Kuration, Konservation, Leihverkehr, Gestaltung, Technik, Verwaltung und Finanzierung zugleich. Interviews und Literaturrecherche dienten dazu, Zielkonflikte und institutionelle Handlungsspielräume sichtbar zu machen.

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Konkrete Maßnahmen

Statt den gesamten Museumsbau unter ein einheitliches Hochleistungsklima zu setzen, untersuchten wir differenzierte Klimazonen, saisonales Ausstellen und objektbezogene Anforderungen. Ziel war kein Verzicht auf kuratorische Möglichkeiten, sondern ein präziserer Umgang mit den tatsächlich notwendigen konservatorischen Bedingungen.

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Spekulativer Ausblick
Szenario 2045

Die Collage bringt die beiden möglichen Richtungen der Entwicklung von Museen überspitzt zum Ausdruck. Bleiben die hohen konservatorischen und kuratorischen Herausforderungen unverändert, wird immer mehr Gebäudetechnik benötigt. 
Ressourcenoptimierte Strategien für den musealen Betrieb könnten kuratorische Freiräume möglichst erhalten und behutsam angepasste konservatorische Spielräume ausnutzen.
Gleichzeitig sollten Museen ihre repräsentative Rolle  ausspielen, um sozial ökologische Transformation erllebbar zu machen.

Why we prefer Agora over a Gehry?

Museen als demokratische Zentral-Oase des kulturellen Austauschs? Eine kritische Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe Kulturerbebauten

In einem begleitenden Essay untersuchten Theo und ich das Museum als öffentliche und gesellschaftliche Bauaufgabe. Ausgehend von der Agora diskutierten wir räumliche Offenheit, partizipative Planung und programmatische Vielfalt als Gegenmodell zum Museum als autonomer Architekturikone. Einige Seiten als Auszug.

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